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jiggen vs. faulenzen
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Autor:  Elbfighter [ Mo 12. Dez 2011, 08:16 ]
Betreff des Beitrags:  jiggen vs. faulenzen

Bei uns an der Elbe bin ich,zumindest in meiner Region,einer der ganz wenigen Jigger. Wie sieht es bei euch aus? Was haltet ihr für die beste Methode und warum?

Autor:  Uli Beyer [ Mo 12. Dez 2011, 09:28 ]
Betreff des Beitrags:  Re: jiggen vs. faulenzen

"Die Methode" ist sicherlich auch eine Definitionsfrage. "Jiggen" ist für mich die Angelei mit bewegter Angelrute. Darunter können sehr viele verschiedene Präsentationsstile fallen, die ich den jeweiligen Bedingungen immer wieder anpasse. Wenn man diese vielen Stile laut Definition so zusammenfassen darf, so ist Jiggen für mich wegen der extremen Vielseitigkeit unschlagbar!
Übrigens war ich mit dem "Oberfaulenzer" schon einmal gemeinsam los (ca. Mitte der 90er Jahre) - allerdings am Rhein: 8:1 pro Jiggen ging das aus ... ;)
Fairerweise möchte ich aber auch nicht verschweigen, dass ich auf einer meiner Touren vor einigen Jahren mal einen Faulenzer-Angler dabei hatte, der am Rhein besser fing. Ich habe das damals allerdings auf eine unwiderstehliche Köderfarbe "geschoben" (fluo-grün mit pink!) und nicht am Präsentationsstil festgemacht. Jedenfalls war ich später auch mit dieser Farbe sehr erfolgreich - gibt´s inzwischen ja auch bei den Slottershads fest im Programm! :D

Autor:  Dschenz [ Mo 12. Dez 2011, 09:46 ]
Betreff des Beitrags:  Re: jiggen vs. faulenzen

Ich switche in meinen Präsentationstechniken auch je nach Situation hin und her. Ich konnte mich jedoch in meiner diesjährigen ersten Rheinsaison dabei beobachten, wie ich immer mehr zum aktiven Jiggen über ging. Wie Uli schon sagte, gibt es dabei natürlich wieder verschiedene Stile. Während ich im Sommer eher mit kurzem, zackigem Anrucken gearbeitet habe, ist es im Verlaufe des Herbstes und damit fallenden Wassertemperaturen zu einem gleichmäßigeren Ziehen geworden. Faulenzen tue ich hingegen nur noch in sehr kaltem und vor allem tiefem Wasser, da für mich beim Faulenzen die Gefahr geringer ist, den Köder zu hoch ansteigen zu lassen.

Autor:  Elbfighter [ Mo 12. Dez 2011, 17:22 ]
Betreff des Beitrags:  Re: jiggen vs. faulenzen

Ich weiss,unter jiggen kann man sehr viel verstehen. Ich habe mit diesem thema mal angefangen weil bei uns die meisten Spinnfischer ihre Rute bei der Köderführung garnicht bewegen und das,das ganze jahr über. Persönlich finde ich es eher langweilig und weniger fängig immer das Gleiche zu machen. Stehe mit meiner Meinung allerdings ziemlich alleine da,wollte deswegen einfach mal wissen wie es im restlich land aussieht...

Autor:  Murdock [ Mo 12. Dez 2011, 17:29 ]
Betreff des Beitrags:  Re: jiggen vs. faulenzen

Hi,
Ich jigge meißt auch.....Faulenzen (Durchlaiern) mach ich am Forellenhof ;)
Dennoch hatte ich auch Angelfreunde dabei die mit der "faulenzer" Technik gefangen hat!

Selber bin ich vom zupfen (jiggen) mehr überzeugt.

Beim faulenzen kann man doch sicherlich auch leichtere Köpfe fischen, oder?

Lg

Autor:  Elbfighter [ Mo 12. Dez 2011, 17:50 ]
Betreff des Beitrags:  Re: jiggen vs. faulenzen

Keine Frage,die Faulenzertechnik bringt Fisch. Bin aber der Meinung das das schnelle,langsame,kurze oder lange Starten des Köders über die Rute mehr Fisch bringt. Man hat mehrere Varianten die auch gemixt werden können. Ein Beutefisch macht ja auch nicht immer das selbe.

Autor:  DustinHH [ Mo 12. Dez 2011, 18:03 ]
Betreff des Beitrags:  Re: jiggen vs. faulenzen

Moin!

In meinen Augen gibt´s auf die Frage gibt´s keine schwarz-weiß Antwort ;) Wichtig ist nur zu wissen, was gerade gefordert ist und auf welche Fischart es geht. Ob man dies mit dem klassischem Jiggen oder dem Faulenzen oder mit einem Mix aus beidem macht ist da zweitrangig, Hauptsache die geforderte Ködeführung wird erzeugt!

Ich persönlich fische meistens mit einem Mix aus beidem, in dem ich den Köder meist über die Rolle beschleunige, aber so gut wie immer die Rute mitbewege oder den Anstellwinkel verändere oder mit Nachziehe, oder noch einen kleinen Twitch mit einbaue usw.... Was ich aber definitv feststellen konnte, dass "Faulenzen" auf Barsche meistens keine Chance gegen das aktive Jiggen hat. Beim Zander sieht es da oft ganz anders aus. Aber dann gibt es halt wieder Tage an denen es genau anders rum ist...immer offen bleiben :) Auch wichtig ist: Wo steht man...Ufer oder Boot...Windstärke...Konzentrationslevel des Anglers usw... Auch das beeinflusst die geforderte Köderbewegung...

Peace
DUstin

Autor:  hebaza [ Fr 16. Dez 2011, 10:06 ]
Betreff des Beitrags:  Re: jiggen vs. faulenzen

Das Thema ist spannend und wie ich finde sehr fazettenreich.

Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass viele Angler dieses Thema vorschnell entscheiden- quasi aus dem Bauch heraus und sich wenig bis gar keine Gedanken machen. Für mich ist das Thema Köderführung ebenso wichtig wie Köderfarbe oder Form des Gummifisches. Denn der Führungsstil hat meiner Meinung nach unmittelbar Auswirkungen auf die Bisshäufigkeit.

Also meiner Meinung nach sind folgende Faktoren entscheidend.

"Anzugswinkel" und Standplatz des Anglers
- gemeint sind hiermit die Unterschiede beim Angeln vom Boot/Spundwand vs. dem Uferangeln.

Köderformen
- es sind nicht wirklich alle Köder für beide Führungsstile geeignet bzw. fängig. (Bsp. Köder die einen gewissen "Zug" benötigen oder die erst in einer entsprechend langen Absinkphase punkten und Ködern wie no- oder low action shads)

Bleiköpfe:
- Es gibt ja mittlerweile viele Bleikopfformen, die ganz unterschiedliche Funktionen erfüllen. In Bezug auf das Faulenzen finde ich den Unterschied zwischen "stand up jigs" und klassischen "Rundköpfen" riesig.

Dazu kommen noch Faktoren wie Jahreszeit, Zielfisch und Futterfischverhalten und natürlich das individuelle Wohlbefinden mit dem jeweiligen Führungsstil.

Ich für meinen Teil variiere je nach Bedingung und konnte mit dem Wechsel des Führungsstils im bestimmten Situation noch Fische fangen, die ich ansonsten vielleicht auch gefangen hätte ;)

Autor:  pikehunter [ Fr 16. Dez 2011, 14:47 ]
Betreff des Beitrags:  Re: jiggen vs. faulenzen

Also ich jigge lieber,doch wenn ich Probleme mit dem Rücken bekomme,nach
stundenlangen jiggen,verfalle ich auch manchmal in den Faulenzerstil,was mir auch schon
einige Fische gebracht hat. :D ;)

Autor:  Michael S. [ Di 3. Jan 2012, 22:10 ]
Betreff des Beitrags:  Re: jiggen vs. faulenzen

pikehunter hat geschrieben:
Also ich jigge lieber,doch wenn ich Probleme mit dem Rücken bekomme,nach
stundenlangen jiggen,verfalle ich auch manchmal in den Faulenzerstil,was mir auch schon
einige Fische gebracht hat. :D ;)


Selten wenn starker Wind ist, eher wenn meinen Körper nach Tagen die Kräfte vom Jiggen verlassen "faulenze" ich gelegentlich mal.
Bisher ohne jedweden Erfolg...

Gruß
Michael

Gerade die 400 vollgemacht :-)

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