Räubertreff

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 Betreff des Beitrags: Re: Große Hechte im Möhnesee?
BeitragVerfasst: So 2. Okt 2011, 17:39 
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Registriert: Do 2. Sep 2010, 02:02
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Ich glaube, ich weiß, was Jürgen meint! Sicher gibt es viele Leute, die "mal eben" in die Bodden nach Holland oder Schweden fahren und "ein paar dicke Hechte einsacken". Ich habe sowohl im Möhnesee, als auch in den vermeintlich leichten Gewässern sehr große Hechte fangen können und glaube, mir ein Urteil erlauben zu können.
Der Möhnesee wird hier als vermeintliches "Schleppgewässer" abgetan. Tatsächlich werden aber sehr viele Großhechte dort nicht auf die Schlepprute, sondern auf geworfene Köder gefangen. Im Verhältnis zu den Schleppstunden der vielen Angler jedenfalls deutlich mehr. Richtig ist, dass man am Möhnesse verdammt viel Geduld und sehr gute Kenntnisse haben muss, um wirklich regelmäßig einen guten Fisch und nicht nur einen Zufallstreffer landen will. Das glaube ich übrigens auch vom Edersee und der Müritz!
Ich würde die Definition eines guten Fisches, oder wie Overfritz es nannte, einer "Reifeprüfung" übrigens nicht an einem Meterfisch, sondern an einem besonders überdurchschnittlichen Fisch festmachen. Das kann in einem Polder vielleicht schon ein 90er Hecht sein, in einem völlig überangelten Vereinsteich ein 80er Hecht und in der Möhnetalsperre halt der Meterhecht sein. Es ist Fakt (ich kann es aus eigener Erfahrung bestätigen!), dass der Fang eines Meterfisches in den Bodden und in Holland (die Fänge dort sind aus meiner Sicht ähnlich gut!) tatsächlich EINFACHER, aber keinesfalls einfach ist.
Die Kunst einer ordentlichen Beurteilung liegt einfach darin, die "Messlatte richtig anzulegen". Für viele zählt einfach nur der Meter - egal wie. Das ist falsch, denn die gibt es in verschiedenen Gewässern unterschiedlich häufig. Es ist erwiesen, dass die Fanghäufigkeit von Meterfischen in den Bodden und in vielen Gewässern in NL deutlich besser ist, als z.B. im Möhnesee. Ob man dann einfach nur an die Bodden oder nach NL fährt, bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Und auch der Möhnesee ist ein "top-easy-Gewässer", wenn man den in Relation z.B. meines früheren Vereinsgewässers in Dortmund setzt (für Insider: Lanstroper See). Dort waren Meterfische noch nicht einmal jedes Jahr drin. Deren Fang ein riesiger Traum und immer eine Sensation. Deshalb bin ich auf meine gefangenen Meterhechte dort auch besonders stolz. Damals war schon der Möhnesee das "ultimative Raubfischwasser" - in der Ferne und unerreichbar (mit dem Fahrrad...). Es ist alles relativ und ich finde diese Diskussion sehr schön und interessant, weil sie verdeutlicht, dass ein Meterhecht auch mal "relativ gängig" oder eben doch "sensationell" sein kann. Um es auf den Punkt zu bringen: Fangt Fische in Eurem Gewässer, die nicht "alljährlich" bzw. sehr selten sind und Ihr habt in Eurem Gewässer auch so etwas wie "Jürgens angesprochene Reifeprüfung" bestanden! ;)

_________________
Beste Grüße und ein dickes Petri vom Möhnesee!

Uli Beyer


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