Räubertreff

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 Betreff des Beitrags: Nahe an der Verzweiflung, Erklärungen gesucht!
BeitragVerfasst: Mi 12. Okt 2011, 15:49 
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Registriert: Do 21. Okt 2010, 13:26
Beiträge: 15
Moinsen zusammen,
wir (drei Freunde und ich) sind letzte Woche in Schweden gewesen. Um es einzugrenzen im Nordwesten des Vänern.
Das unvorstellbare ist passiert. Wir haben nicht gefangen!
Der absolute Supergau. Nur ein Hecht und ca 10 Barsche der kleineren Fraktion haben sich an unseren Köder vergriffen.
Wir haben alles an Ködern und Techniken probiert, schleppen, werfen, Blech, Gummi, Plastik, groß, klein, langsam, schnell, flach, tief, schock, gedeckt.......
Auch alle erdenklichen Kombinationen wurden durchgetestet.
Alles ohne Erfolg.

Auf dem Echo haben wir Signale ohne Ende gehabt. Teilweise mehr Fisch als Wasser.
Es war absolut zum verzeifeln.
Jetzt in der Nachbetrachtung suche ich noch immer nach einer Erklärung. Woran kann es gelegen haben das 4 Angler in 5 Tagen intensiven fischens (min 8 Stunden pro Tag) sogut wie nichts fangen und das in einem sehr guten Revier?
Um nicht noch mal so einen Reinfall erleben zu müssen bitte ich um Hinweise woran es gelegen haben könnte, damit man bei der nächsten Tour zielgerichtet Reagieren kann.

Beste Grüße


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 Betreff des Beitrags: Re: Nahe an der Verzweiflung, Erklärungen gesucht!
BeitragVerfasst: Mi 12. Okt 2011, 16:00 
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Registriert: Do 2. Sep 2010, 02:02
Beiträge: 6725
Es ist natürlich sehr schwer, konkrete Ursachenforschung zu betreiben, denn ich kenne weder das Gewässer noch die Umstände dort. ABER, Dein Posting ist ein sehr schönes und ehrliches Statement zu Angeltrips, wie sie sehr vielen Leuten passieren! Das ist immer ein Risiko, wenn man Neuland betritt und keine Anhaltspunkte hat. DESHALB wagen auch nur wenige Leute wirklich Neues und gehen lieber erprobte, bewährte Pfade. Dort, wo es Informationen und Erfahrungsberichte gibt, zieht es alle Angler hin. Dort, wo niemand war, begeht man ein hohes Nichtfangrisiko - ist halt Neuland und ich gebe gern zu, dass ich selbst an vielen Gewässern viel, viel Lehrgeld bezahlt habe. Das gehört dazu und ist auch gut so. Auch das "Pink-Cloud-Gewässer" hat mich endlos Nerven gekostet bevor ich dort halbwegs zuverlässig Fische überlisten konnte. Wenn man so einen Teich erst einmal halbwegs im Griff hat, scheint alles total easy zu sein. Bis dahin ist´s das aber eben nicht.

Tipps, wie man unbekannte Gewässer etwas besser in den Griff bekommen kann, sind schwer zu geben, denn die Natur ist schwer vorhersehbar und in der Regel ist "lokale Erfahrung" (lokale Angelgeschäfte, Guides usw.) sind der beste und wichtigste Anhaltspunkt. Ansonsten ist´s halt ein Glücksspiel im Urlaub und meistens ist die kostbare Zeit viel schneller zerronnen, als man erste Erfahrungen sammeln konnte. Im schlimmsten Fall spielt auch das Wetter nicht mit und man kann sowieso nicht so, wie man gerne möchte.

Nur so am Rande als kleiner Lacher: Ich habe mir schon lange vorgenommen, mal einen "Urlaub" am Möhnesee zu machen. Einfach ein Zimmer buchen und so tun als ob - mit gleichem Einsatz wie im Urlaub ein schon relativ gut bekanntes Gewässer vornehmen. Macht das mal mit "Eurem" Gewässer und Ihr werdet staunen, was da alles geht, weil Ihr schon vieles wisst! Ansonsten sollte man sich immer ein Ziel auswählen, über das es schon Infos und einen erfahrenen Ansprechpartner gibt, dem man aktuelle Infos entlocken kann... :D

_________________
Beste Grüße und ein dickes Petri vom Möhnesee!

Uli Beyer


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 Betreff des Beitrags: Re: Nahe an der Verzweiflung, Erklärungen gesucht!
BeitragVerfasst: Mi 12. Okt 2011, 18:06 
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Registriert: Mo 6. Sep 2010, 19:39
Beiträge: 8
In der Tat war die Tour unsere anglerische "black cloud"! Es ist wirklich unfassbar zu sehen, wie oft man seine manigfaltigen Köder in der richtigen Tiefe den eindeutigen Echos präsentiert ohne das etwas passiert. Aber so ist es wohl manchmal, wenn man einer Passion nachgeht, deren Erfolg von unzähligen Faktoren bestimmt wird. Dass dieser Umstand das Angeln so interessant macht bringt nach einer solchen Woche natürlich nur wenig Trost. Aber sei es drum, weiter geht´s!

Zu der Ursachenanalyse haben wir einige Faktoren auf den Prüfstand gestellt. Nachdem wir, wie oben dargestellt, viele Techniken erfolglos ausprobiert haben, kam unter uns die Frage auf, ob vielleicht die Verbrennungsmotoren eine zu große Scheuchwirkung haben könnten. Wir haben die Köder allerdings mindestens 30-40 m hinter dem Boot gehabt und letzlich auch beim geräuschlosen Driften keine Bisse gehabt. Gibt es bei dem Einsatz von Verbrennungsmotoren vielleicht einschlägige Erfahrungen?


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 Betreff des Beitrags: Re: Nahe an der Verzweiflung, Erklärungen gesucht!
BeitragVerfasst: Mi 12. Okt 2011, 20:13 
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Registriert: Mo 6. Sep 2010, 22:36
Beiträge: 401
Wohnort: KAMEN
Hallo,das Lehrgeld habe ich auch bezahlt.War vor 3 Jahren in Holland am Lauwersmeer,soll ein spitzen Zandergewässer sein,da Brackwasser.Aber da hast du auch so viele unterschiedliche Tiefen,da mußt du mit einem Boot raus.Leider waren alle für meine Urlaubstage vermietet.habe zwar einige kleine Zander an der Hafeneinfahrt überlisten können aber die großen waren weiter draußen.Ich möchte da auf jeden fall noch einmal hin,den es soll laut Internet wirklich eines mit der besten Zandergebiete sein.Aber dann fahre ich besser organisiert da runter. ;) Vielleicht war ja schon mal jemand dort und kann mal ein paar Infos geben :mrgreen:

_________________
Gruß Ernst

"Letzte Worte eines Hechts: Die Sache hat einen Haken!"


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 Betreff des Beitrags: Re: Nahe an der Verzweiflung, Erklärungen gesucht!
BeitragVerfasst: Mi 12. Okt 2011, 21:00 
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Registriert: So 5. Sep 2010, 23:40
Beiträge: 826
Ich liebe es an fremden Gewässern zu fischen, sie quasi zu entdecken. Natürlich ist es hilfreich sich bei riesigen Gewässern durch den einen oder anderen Tip sich auf einen Bereich oder Technik konzentrieren zu können. Allerdings sind wir auch schon absolut "unbefleckt" an Großgewässer gekommen über die es nullkommanull Infos oder Seekarten gibt (siehe unsere Norwegentour 2010). Normalerweise schaue ich mir erstmal eine Seekarte eines neuen Gewässers an, das ist unter normalen Umständen und bei entsprechender Erfahrung schon fast die halbe Miete. In Norwegen war es allerdings, natürlich auch bedingt durch die Jahreszeit, anfangs extrem schwer. Allerdings ist die Befriedigung wenn es dann rappelt umso größer. Dieses Jahr z.B. hat es in Norwegen im Vergleich zum Vorjahr so richtig geknallt, da sind natürlich alle unsere Erfahrungen vom letzten Jahr eingeflossen.

Vielleicht war es bei euch ja auch einfach nur eine Sch... woche...

Gruß
Michael


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 Betreff des Beitrags: Re: Nahe an der Verzweiflung, Erklärungen gesucht!
BeitragVerfasst: Do 13. Okt 2011, 12:09 
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Registriert: Do 21. Okt 2010, 13:26
Beiträge: 15
Ja das war eine ganz bescheidene Woche :)
Natürlich haben wir alle erdenklichen Infos die man übers Netz bekommen kann gesammelt und uns auf die Fahrt vorbereitet.
Zudem Tips von lokalen Anglern eingeholt.
Sehr gute Karte übrigens für die schwedischen Großgewässer und Küste:
http://kartor.eniro.se/m/IIU5Y

Die Frage ist ob ihr euch vorstellen könnt bzw schon mal die Erfahrung gemacht habt das eine Woche lang echt gar nichts geht.
Wie gesagt ein Hecht der sich noch im Wasser selbst released hat ;) Ansonsten nichts ausser ein paar Barschen.
Signale waren ja da und wir haben auf dem Echo sehen können das die Köder den Fischen schon fast auf den Köpfen lag.

Ganz klassisch schön über die Kante gedriftet, im Mittelwasser Schwärme und drum rum und drunter die Räuber.
Zu hohes natürliches Futteraufkommen so das unsere Köder nicht beachtet wurden?

Ich bin einfach auf der Suche nach einer einigermassen plausiblen Erklärung um zukunftige Schneiderwochen zu vermeiden. Wenn mir das noch mal passiert fahre ich nie wieder zum fischen weg.

Bodden war aber dann auch unser erster Gedanke für den nächsten Trip :mrgreen:

Beste Grüße


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 Betreff des Beitrags: Re: Nahe an der Verzweiflung, Erklärungen gesucht!
BeitragVerfasst: Do 13. Okt 2011, 12:55 
...es gibt immer mal Phasen an denen die Hecht eeinfach keinen Bock haben. Sowa kann auch schonmal mehrere Wochen andauern...
Ein Gewässer bringt bei uns an guten tagen im Schnitt 15 -20 hechte, aber auch da gibt es immer mal Phasen an denen man sich an 2 Tagen 2-3 Hechte hart erkämpfen muss...ist immer ganz unterschiedlich. Vieleicht habt ihr einfach eine solche schlechte Phase erwischt...


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 Betreff des Beitrags: Re: Nahe an der Verzweiflung, Erklärungen gesucht!
BeitragVerfasst: Do 13. Okt 2011, 17:45 
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Registriert: So 5. Sep 2010, 23:40
Beiträge: 826
Dr Gonzo hat geschrieben:

Bodden war aber dann auch unser erster Gedanke für den nächsten Trip :mrgreen:

Beste Grüße


Na dann...
Ich habe noch an keinem Gewässer so oft geschneidert wie an den Bodden :-)

Gruß
Michael


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